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»Wir sind ungeheuer verwundbar«Die Malediven gehen unter. Ihr Premierminister Mohammed Nasheed ruft zum Handeln auf Unser Staat erstreckt sich auf 900 Kilometern quer durch den Indischen Ozean und besteht aus 1200 Inseln, die nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen. Unser Land ist unvergleichlich schön, aber auch ungeheuer verwundbar. Steigt der Meeresspiegel nur um einen halben Meter an, würde ein Großteil unseres Landes unbewohnbar. Mittlerweile hat sich die Meerestemperatur bereits so erhöht, dass Korallenriffe zerstört werden, die die Inseln vor den Wellen schützen. Die Entwicklung unseres Landes zeigt, dass sich die Klimapolitiker noch viel stärker ins Zeug legen müssen, wenn ein großer Teil dieses Planeten überleben soll. Die Erderwärmung ist keine künftige Bedrohung, sie bedroht uns schon heute. Und nicht nur uns. In Bangladesch versalzen Böden und Grundwasser durch den Anstieg des Meeresspiegels; in Nepal schmelzen die Gletscher. Wir, die Verantwortlichen der Länder, die heute schon unter dem Klimawandel leiden, können dieses Problem nicht lösen. Wir sind auch nicht dafür verantwortlich. Aber wir werden bei der Lösung vorangehen. Wir wollen nicht Kohlendioxid, sondern Entwicklung. Wir wollen nicht Kohle, sondern Strom. Wir wollen nicht Öl, sondern Transport. Deshalb werden wir auf den Malediven in zehn Jahren kohlendioxid-neutral leben. Deshalb werden wir zu 100 Prozent von Öl zu erneuerbaren Energien übergehen. Wir werden an der Spitze der Länder stehen, die grüne Volkswirtschaften entwickeln. Und ich glaube, dass diese Länder die Gewinner dieses Jahrhunderts sein werden.
Quellen:
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